Die Irrungen und Wirrungen der Fettpölsterchen: In Cindy Crawfords Fall kann man allerdings nicht wirklich von Polstern sprechen, es dreht sich eher um die Weich(en)stellung der Zeit. Vom Supermodel zum normalen Körperbild. Als die Welt die angeblich unretuschierten Bilder der 48-jährigen Crawford für das Covershooting des Frauenmagazins ‚Marie Claire‘ sah, schrie sie auf: Ja, sie ist wunderschön und eine von uns – mit Falten, Dellen und einem Bäuchlein, auf dem nicht der fette Stempel von Salat und Workout prangt.
Und jetzt? Alle Schwesterschafts-Gedanken wieder zerstört! Warum hat ihr Ehemann nur bei Instagram ein Schnappschuss von seiner Bikini-Schönheit gepostet? Flacher Bauch, perfekte Haut, straffe Beine – was soll der Scheiß? Die Lady war viel sympathischer, als man sie nicht für eine altersungerechte Eins Plus mit Sternchen hielt.
Die Frage ist, kann das wirklich ein und derselbe Körper sein, oder welches Bild ist nun echt? Wenn das vermeintlich ‚unretuschierte‘ Bild ein böser Streich bei Photoshop war, dann kann man sie schon verstehen, dass sie mit dem Bikinipost zeigen will, wie ihr Körper wirklich aussieht. Immerhin vermarktet sie sich als Fitness-Frohnatur, so auszusehen ist harte Arbeit und das würde ihr Workout-Programm völlig unglaubwürdig machen.
Auf der anderen Seite: Wow, war das gute PR! Alle Frauen solidarisierten mit ihr; Firmen, die auf ‚echte Frauen‘ setzen; klopften sich selbst auf die Schulter und Cindy – Superstar-Status hin oder her – hat extrem gut von sich reden gemacht. In Hollywood haben die Frauen über 40 direkt überlegt, in welcher Unterhose sie sich auch so ganz real präsentieren. Jamie Lee Curtis handelte sofort und zeigte ihren schönen 56-jährigen Body. (Und es kam kein schizo-ästhetisches Bikini-Bild hinterher.) Respekt!
Also, falls Cindys Image nun unter der Flachbauch-Retourkutsche leiden sollte, haben wir da einen Vorschlag: Rein in den Fatsuit, dann hat sie sicherlich Lacher und somit die Sympathie auf ihrer Seite!
Und die Moral von der Geschicht‘? Verleugne deine Dellen nicht…
Fotos: Georges Biard, Widmann, Instagram, Twitter